CouchSurfing.com – das ist eine Internet-Plattform, die Reisende und Einheimische auf der ganzen Welt zusammenführt, die nach Unterkunft suchen bzw. Unterkunft bieten.

Nein, ganz so langweilig ist die Gründungsidee CouchSurfing (CS) nun doch nicht! Denn präsentiert sich das Non-Profit-Unternehmen, das 2003 vom US-Amerikaner und Informatiker Casey Fenton gegründet wurde, nicht nur als ein Dienstleister für Unterkunftsgesuche bzw. -funde, sondern als ein Konzept, das die Weltbürger zusammenführen und eine „global community“, basierend auf Freundschaft, Respekt und Toleranz, erschaffen und letztendlich den Frieden in unserer Welt fördern soll.

Kein ganz so kleines Ziel, das sich CS auf die Fahne geschrieben hat – doch lest, wie sich das Unternehmen Schritt für Schritt, Mitglied für Mitglied und Reise für Reise diesem nährt…

Casey Fenton, der nach seinem Informatikstudium als Programmierer, Internet-Berater und Internet-Stratege arbeitete, hatte 1999 die Idee von der Erschaffung einer Gemeinschaft, die anders und global sein würde. Die Idee von einer global community, die die Welt und unser aller Denken verändern würde – wo sich fremde Menschen einfach näher kommen, anvertrauen und Freundschaften bilden würden; einfach aus der anfänglichen Motivation heraus, sich gegenseitig eine Unterkunft in ihrem zu Hause, wo auch immer auf der Welt, anzubieten.

Dazu brauchte und beschaffte sich Fenton zuerst drei, dann insgesamt 5 weitere Partner, die seine Vision von einer vernetzten Welt, die den Frieden als Maßstab nahm, teilten: Dan Hoffer als CBO, Sebastien Le Tuan als Interface-Designer,  Leonardo Bassani de Silveira als Graphik-Designer sowie Matthew Brauer als General Manager und Rachel diCerbo als Member-Disputes- und Team-Koordinatorin. War das Team aufgestellt, konnte CouchSurfing seine Mission beginnen. „Create Inspiring Experiences“ ist der Leitsatz von CS für seiner Mission: den Wert von inspirierenden Erfahrungen schaffen, die die Menschen dazu bringen, miteinander und voneinander durch Lebenserfahrungen miteinander zu lernen und dadurch zu wachsen! Inspirierende Erfahrungen haben laut CS die Kraft, die Menschen mit anderen oder vielleicht gegensätzlichen Menschen und Orten, die außerhalb des Bekannten liegen, auf eine harmonische Art und Weise zusammen zu führen und sie eins werden zu lassen. Dadurch können Differenzen eliminiert werden und Einheit bzw. Harmonie und somit gegenseitige Wertschätzung und Respekt aufgebaut werden (vgl. CouchSurfing, 2011). CS sieht sich in dieser Mission dann als der „Kontaktmann“ bzw. Vermittler, indem er diese Kontaktaufnahme und Gemeinschaftsbildung sowie die „real-life“-Erfahrungen durch seine Idee und Internet-Plattform erleichtert. Man würde das Unternehmen fast nennen: Förderer des „Weltfriendens“.

Dabei ist der erste Schritt für eine bessere Welt, zur nächsten globalen Freundschaft und zur nächsten Gratis-Schlafmöglichkeit ganz einfach: Man registriert sich als Mitglied auf couchsurfing.com und hat daraufhin Zugang zu mehr als einer Million Unterkunftsanbietern in mehr als 69.000 Städten und mehr als 230 Ländern weltweit. Hat man sich für ein Unterkunftsangebot entschieden, schreibt man den Bieter an und setzt sich somit in Kontakt mit ihm, um weitere Details abzusprechen. Dabei ist dieser ganze Service, wie bereits erwähnt, vollkommen kostenlos und nur auf den Nutzen der Mitglieder der community aus (vgl. CouchSurfing, 2011). Das gesamte Konzept von CS ist auf Freiwilligkeit basiert und ein Mitglied muss weder jede Anfrage annehmen noch es als Bedingung sehen, zuerst jemand Fremdes bei sich nächtigen zu lassen, bevor er oder sie selbst eine Anfrage nach Unterkunft tätigt.

Die Organisation mit der vorigen Kontaktaufnahme ist zwar hilfreich, um sich mit seinem eventuellen neuen Gast auseinander zu setzen und ihn vorher im Internet kennen zu lernen, um zu erfahren, wer dieser ist, jedoch geben die Angaben im Mitglieder-Profil niemandem die Garantie, dass diese auch der Wahrheit entsprechen! So kann Mann oder Frau jegliche oder gar falsche Angaben über seine oder ihre Person machen und es würde niemandem auf den ersten Blick auffallen. Zwar gibt es auch „Reviews“ über einzelne Mitglieds-Personen, die von anderen Mitgliedern, die bereits Erfahrung mit der jeweils anderen Person gemacht haben (die dann entsprechend positiv oder negativ ausfallen), jedoch ist es immernoch keine Garantie, wie sich die eigene Begegnung gestalten wird. Auf couchsurfing.com kann man viele Berichte lesen und in Statistiken des Unternehmens einsehen, dass zahlreiche  fremde Menschen freundlich und respektvoll einander begegnet sind und daraus sogar viele Freundschaften entstanden sind (vgl. CouchSurfing, 2011), jedoch ist das Risiko, schlechte oder gar gefährliche bis lebensbedrohende Erfahrungen mit fremden Menschen zu machen, immernoch vorhanden. So gibt es einen vergangenen Fall, der die existierende große Gefahr von der Idee des CouchSurfings zeigte: In 2009 wurde eine 29-jährige Frau aus Hong Kong, die Europa bereiste und CouchSurfing als ihre Unterkunftssuchquelle mehrmals nutzte, in England schließlich von einem Mann, der ihr Unterkunft bot, mehrmals in einer Nacht vergewaltigt. Die Frau hatte zwar davor bei unterschiedlichen Unterkunfts-Bietern, männlich und weiblich, alleine und ohne Probleme genächtigt, doch in die „Falle“ getappt beim letzten Anbieter (vgl. Brooke, 2009).

Das Unternehmen CouchSurfing.com preist zwar an, dass in den allermeisten Fällen die Erfahrungen der Teilnehmer positiv ausfallen (99,7%, vgl. CouchSurfing, 2011) und auch viele Menschen bloggen von ihren sehr positiven Erfahrungen mit CS (vgl. Monkey, 2009), doch ist das Risiko von eventuellen Gefahren nicht komplett gedeckt, wie man an dem obigen Beispiel sehen kann.

Ich würde deshalb die Behauptung aufstellen, dass jeder, der seine Reise günstig mit Hilfe der Dienstleistung couchsurfing.com gestalten will, sich überlegen muss, was ihm sein Wohlergehen und seine Gesundheit wert ist im Vergleich zu einigen gesparten Euros oder Dollars. Natürlich sind die Komponenten der Freundschaftsbildung, kultureller Austausch, sowie Horizonterweiterung, etc. und vielleicht gar auch Weltfriendensförderung nicht außer Acht zu lassen, denn glaube ich daran, dass die Idee von CouchSurfing bestimmt positiv zur globalen Kommunikation und somit zum globalen Verständnis beiträgt. Mann oder Frau sollte sich jedoch zumindest sehr gut über seinen künftigen Gast bzw. Gastgeber informieren über zahlreiche Reviews und Bewertungen der anderen Mitglieder, bevor man die Wohnung eines Fremden betritt bzw. einen Fremden in sein zu Hause lässt (vgl. WestAussieAbroad, 2010)!

Alles in Allem meine ich, dass das Konzept CouchSurfing auf jeden Fall großes Potenzial dazu hat, die Menschen zu verbinden, zu befreunden, und somit einen bestimmten Beitrag zum Weltfrieden zu leisten!

Literaturverzeichnis:

CouchSurfing International (2011): Mission. – Online in: http://www.couchsurfing.org/about.html/mission (1.2.2011).

CouchSurfing International (2011):  Getting Started. – Online in: http://www.couchsurfing.org/new_surfer.html (1.2.2011).

CouchSurfing International (2011): Statistics. – Online in: http://www.couchsurfing.org/statistics.html (1.2.2011).

CouchSurfing International (2011): About. – Online in: http://www.couchsurfing.org/about.html (1.2.2011).

Brooke, Chris (2009): Chinese tourist „raped“ after being offered free bed for the night from a man on „couchsurfing“ website. – Online in: http://www.dailymail.co.uk/news/article-1205794/Rape-horror-tourist-used-couchsurfing-website-aimed-travellers.html (1.2.211).

Monkey (2009): CouchSurfing Horror Story. – Online in: http://www.monkeyrockworld.com/travels/couchsurfing-horror-story/ (1.2.2011).

WestAussieAbroad (2010): Titel unbekannt. – Online in: http://www.worldbackpackers.net/forum/1_2312_0.html (1.2.2011).

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Kommentare zu: "CouchSurfing – Vom Reisen und…dem Weltfrieden" (1)

  1. meine freundin macht das und ich hab mich schon angemeldet im netzwerk!!

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