Nie mehr nach Kleingeld kramen: Längst lassen sich Briefmarken, Parkplätze oder U-Bahn-Tickets per Handy zahlen. Werden wir dank des Handys und einer Kreditkarte zukünftig auf Bargeld verzichten?

Jeder Autofahrer kennt diese Situation: Da ist man stundenlang herumgekurvt, hat endlich einen freien Parkplatz gefunden – und dann fehlt das nötige Kleingeld für den gierigen Automaten. In manchen Städten lässt sich das Problem locker vermeiden: Einfach zum Handy-Parken anmelden, die passende Nummer anrufen – schon wird die Parkgebühr automatisch beglichen. Bezahlen per Handy ist praktisch, aber noch wenig gebräuchlich. Welche Möglichkeiten gibt es? Was sind die Nachteile und Risiken? Und was bringt die Zukunft?

Beispielsweise plant Google eine neue mobile Payment Methode in naher Zukunft einzuführen.

Die Nahfunkmethode (NFC) soll 2011 starten und wird sicherlich erneut eine heiß diskutierte Innovation, wenn man in Supermärkten an der Kasse mittels eines Handys zahlen kann. T-Mobile und Verizon arbeiten auch gemeinsam daran, 2012 ein kontaktloses Handy Bezahlsystem auf dem Markt zu bringen. Ende 2011 möchte Paypal sowie Mastercard und Visa ein solches System einführen. Im US-Einzelhandel ist das Bezahlen an den Kassen mittlerweile weit verbreitet. Das Problem der Großvermarktung liegt darin, dass Einzelhändler das System erst einführen werden, wenn genügend Nutzer bzw. Kunden es nutzen möchte. Die Kunden hingegen werden erst anfangen diese Methode anzuwenden, wenn genügend Einzelhändler dies anbieten und es sich als praktisch erweist.
Ein ähnliches Bild bietet Nokia. Der finnische Konzern will ab 2011 alle neuen Smartphones mit NFC ausrüsten, hat einen solchen bereits in das Modell C7 eingebaut. Bisher aber ist von NFC-Handys im Massenmarkt nichts zu sehen. Sollte sich das ändern, will auch Starbucks auch NFC als Bezahlmöglichkeit anbieten.

Der Focus berichtete, schon 2009, dass Mobile-Payment mit dem Handy irgendwann in die Tat umgesetzt wird, da es eine große Nachfrage gibt.

 

So funktioniert die Handy-Zahlung
Neben Kleinbeträgen und Dienstleistungen sind auch ganz normale Rechnungen per Handy zu begleichen. Dabei kommen jeweils unterschiedliche Verfahren zum Einsatz. Einige Beispiele:

  • Handy-Software und Briefmarken
  • Parktickets und Fahrkarten
  • Fahrradverleih (Call-a-Bike)
  • Beratungs-Hotlines
  • Supermarkt mit NFC-Kassen. Mobiltelefone mit dieser Technik sind noch rar.

 

Vor- und Nachteile der Handy-Zahlung

Was sind die Vorteile?
Das Handy ist immer dabei und daher besonders gut als Zahlungsmittel geeignet (wenn man es z.B. nicht mit der Geldbörse liegen lassen hat).

  • Keine Münzen nötig: Wer kein Kleingeld dabei hat, erledigt die Zahlung per Handy.
  • Sicherheit: Geht das Portemonnaie verloren, ist das Geld meist futsch. Beim Handy reicht ein Anruf beim Mobilfunkanbieter, um den Anschluss zu sperren.

Was sind die Nachteile?

  • Viele Systeme: Es fehlt ein einheitliches System.
  • Zusatzgebühren: Teilweise werden Extra-Gebühren berechnet, die bei herkömmlicher Barzahlung nicht anfallen.
  • Unseriöse Anbieter (Apps fürs Iphone)


Quellen: http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,740314,00.html

http://www.computerbild.de/artikel/cb-Ratgeber-Bezahlen-mit-dem-Handy-4672442.html

http://www.focus.de/digital/handy/mobile-payment-mit-dem-handy-bezahlen_aid_403733.html

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Kommentare zu: "Bargeldlos zahlen mit dem Handy" (2)

  1. Es wird ja ohnehin schon prophezeit, dass das Bargeld nach und nach verschwinden wird und das „Plastikgeld“ in Zukunft Hauptzahlungsmittel sein wird. Vielleicht wird dieser Trend durch das Bezahlen per Handy noch weiter verstärkt. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass sich ein Großteil der Konsumenten von den zusätzlichen Gebühren abschrecken lässt, sofern tatsächlich welche erhoben werden. Aber wer weiß, wenn sich diese Zahlungsmethode etabliert, übernimmt die Gebühr vielleicht irgendwann der Händler, so wie beim EC Gerät auch.

  2. danielmarko schrieb:

    Viele Probleme wären ja endlich gelöst, wenn Bargeld verschwinden würde. Bei Verlust der Karte hat man keinen Schaden, denn die kann man ohne weiteres neu Bestellen. Nicht so bei einem Geldschein. Desweiteren wäre es einfacher für den Fiskus die Schwarzarbeiter zu erwischen und wir hätten Haufenweise Edelmetalle für andere Sachen.

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