Briefkasten auf, und schon wieder überschüttet von vielen überflüssigen Prospekten? Diese Situation kennt wahrscheinlich jeder. Dennoch kommt es doch mal vor das, das eine oder andere Prospekt doch gebräuchlich ist. Wäre es nicht praktischer, wenn man sich genau das Prospekt anschauen könnte, was man will oder exakt nach Angeboten für ein bestimmtes Produkt finden könnte? Kauf-DA hat die Idee erfolgreich umgesetzt.

Denn Kauf-DA benachrichtigt Verbraucher komfortabel und tagesaktuell rund ums regionale Einkaufen. Die Angebote und Aktionen verschiedenster Produkte von Einzelhändlern können durch einen Klick online aufgerufen werden, und somit auch leicht zu vergleichen. Zeitgleich haben somit Einzelhändler die Gelegenheit Verbraucher über das Internet regionsbezogen zu erreichen.

Vor allem in Zeiten der Wirtschaftskrise ist deutlich zu erkennen, dass das Charakteristikum von „billig“ an Bedeutung gewonnen hat. Denn auch in etwas schwierigeren Zeiten gehört das Einkaufen von Lebensmitteln, Drogerieartikel und vieles mehr trotzdem in den Alltag. Wie oft passiert das, dass man einen bestimmten Artikel z.B. in der Drogerie sucht und nicht findet, weil er beispielsweise aufgrund irgendeiner Aktionswoche ausverkauft ist. „Besonders die Berliner gucken darauf“, die seien regelrecht aktionsgeil, sagt Christian Gaiser (Mitgründer von Kauf-DA).

Wer kam auf diese tolle Idee? Einmal wie im grad erwähnt, Christian Gaiser und Tim Marbach, zwei Studenten damals, die ihre Bachelorarbeit im südlichen Teil der Metropolregion Silicon Valley schreibten, erkannten das in den USA die Konsumenten mehr Möglichkeiten hatten, sich online über regionale Sonderangebote Informationen aneignen konnten. Deutschland im Gegensatz besaß nur Briefkästen die von lauter Werbeprospekten überliefen.So kam erst einmal die Idee zu Stande und wurde dann 2008 von Marbach und Gaiser auf den Markt mit Hilfe der Entwickler Cihan Aksakal und Thomas Friedling, die zuständig für Software und IT waren, gebracht.

Hier eine Grafik die noch mal das gesamte Team und die Anteile anderer Investoren wiedergibt.

Wie zu erkennen ist, gehören noch andere Unternehmen wie z.B. die Telekom auch dazu.

Nun stellt man sich die Frage, wo liegt hier der Vorteil, das andere Unternehmen ihre Finger im Spiel haben. Unternehmensberater wie Wolf Kempert, behaupten das die sogenannten „Business Angels“, nicht nur das Kapital fördern, sondern können auf einer Art coachen und beraten. Ich persönlich kann das nur befürworten, denn wie wir selber mitbekommen haben und uns sogar mit einigen Geschäftsmodellen davon hier auseinander gesetzt haben, hat Herr Ripsas auch einigen jungen Gründern so unter die Arme greifen können. Denn gerade im jungen Alter fehlen zu den innovativen Ideen die erforderlichen Erfahrungen und somit die Fähigkeit die Idee auch umsetzen zu können.

Für junge Gründer ist die Internetbranche sehr populär. Vor allem die junge Generation hat explizit die Fähigkeit mit dem Programmieren, Kombinieren von Tools und das Nutzen von Netzwerken, umzugehen. Kempert erklärt: „Viele versuchen, eine erfolgversprechende Geschäftsidee zu finden oder auch zu kopieren.“ Ebenso ist das ein Problem für die neuen Internetportale. Aus diesem Grund sind die Gründer von Kauf-DA bewusst so früh wie möglich auf den Markt gegangen. Mittlerweile überprüfen sie regelmäßig  ob ihr Konzept hinreichend ordnungsgemäß abläuft.

Zwischenzeitlich besitzt Kauf-DA 120 Großkunden und fixieren sich seit einer Weile auf kleinere Unternehmen, die sich Prospekte nicht leisten können. Gaiser behauptet: „Wir wollen die gedruckten Prospekte nicht verdrängen, ich bin überzeugt, dass die auch in 20 Jahren wichtig sein werden.“ Kauf-DA sei nur eine Reaktion auf ein verändertes Kaufverhalten, wobei Leute sich online gezielt über Angebote informieren. Elf Millionen Nutzer sind es monatlich die Kauf-DA für sich gewonnen hat. Eine Millionen Besucher davon nutzen Kauf-DA über die Apps für iPhone, iPad und Android pro Monat. (Deshalb der Artikel vor kurzem übers iPhone als „Zwischenbemerkung“. Denn das iPhone kurbelt auf jeden Fall die digitalen Geschäftsmodelle, wie man auch diesem Artikel entnehmen kann, an, da man mit diesem Gerät unabhängig vom Ort Zugriff auf diese hat.)

Meiner Meinung nach eine erfolgreiche Geschäftsidee, denn sie ist mit vielen Vorteilen verbunden und  man schadet niemanden damit im Gegenteil man erleichtert den Händlern so einiges. Denn nicht umsonst wurde das Verbraucherportal vom bekannten Gründer, wie Lars Hinrichs zum erfolgreichsten Start- up- Unternehmen des Jahres 2009 gewählt. Und ich stimme auf jeden fall Gaiser zu, dass die Prospekte dadurch nicht verdrängt werden, da es immer noch Altersgruppen gibt, die mit der modernen Technik heute nicht viel anfangen können oder sich andere diese vielleicht finanziell nicht leisten können aus welchem Grund auch immer. Was sagt ihr dazu bzw. ist jemand von euch schon ein Nutzer von Kauf-DA??

Quellen

http://www.themenportal.de/wirtschaft/kaufda-zieht-bilanz-und-uebertrifft-eigene-prognose-85527

http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/einmal-durch-die-hoelle-und-zurueck/1687732.html

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Kommentare zu: "Prospekte mal auf einer anderen Art" (7)

  1. nadine1986b schrieb:

  2. nadine1986b schrieb:

  3. norino23 schrieb:

    Durchaus eine innovative Idee! Vorallem interessant finde ich, dass die Gründer, ebenso wie die Samwer Brüder, ihre Bachelorarbeit in Amerika geschrieben haben und dadurch die Trends von dort zurück nach Deutschland gebracht haben. Leider kannte ich dieses Projekt noch nicht!

  4. anjahwr schrieb:

    Ich bin Nutzer von KaufDa. Eine gute Geschäftsidee. Mich würde interessieren, ob KaufDa von den Unternehmen Geld verlangt, wenn sie auf die Seite aufgenommen werden?

  5. Nadine1986b schrieb:

    Geld wird auf jeden Fall verlangt. Die Händler erhalten umfangreiche Statistiken über die Nutzung der Beilagen und zahlen nur für geöffnete Prospekte. Also eine relativ transparente Abrechnung.

  6. Ich finde die Geschäftsidee „kaufDA“ sehr gut, denn ich kenne auch selbst das Problem mit dem überfüllten Briefkasten, der mich meistens nur ärgert. Aus eben diesem Ärger sehe ich mir aus Prinzip nichts mehr an und alle Prospekte landen bei mir auf dem schnellsten Weg im Papierkorb! Ich mag eben jegliche Art von Werbung nicht, die zu aufdringlich wird.
    Daher ist kaufDA eine nette Alternative zu dem Wust im Briefkasten. Will man sich über Angebote informieren, hat man die Option, online zu gehen und sich diese durchzusehen. Niemand drängt es einem auf, sondern man schaut sich Werbung aus eigener Motivation heraus an. Und das Tollste ist, dass bei kaufDA die Angebote von vielen verschiedenen Unternehmen – und vor allem, von denen, die einen auch interessieren – einheitlich zusammengefasst sind. Man ist also vom Papierberg zu Hause endgültig befreit!
    Das schöne an der Idee ist, dass sie etwas für jedermann und verschiedene Interessen hat: Die Suchkriterien sind unterteilt nach Prospekte, Branchen und Händler (vgl. http://www.kaufda.de/Berlin). Das heißt also, dass sich die Verbraucher gezielt auf ihre individuelle Suche machen können – ohne unnötige Informationen aufnehmen zu müssen.
    Und wer überhaupt keine Informationen diesbezüglich wünscht, der muss diese Website ja nicht besuchen!

    Eine super Lösung (für genervte Werbeopfer)!!

  7. danielmarko schrieb:

    Ich bin durch Google vor einiger Zeit auf die Internetseite kaufda gestoßen, nachdem, wie sonst immer so. keine werbung im Briefkasten lag. Da ich neben dem Studium in einem Lebensmitteldiscounter arbeite, muss ich mich über die Angebote informieren, um vor dem Kunden als Ahnungsloser zu stehn. Die Großunternehmen geben für die Erstellung und Verteilung von Prospekten unsummen aus, womit ein Posten mit der Onlinebereitstellung minimiert wird. An sich eine super Idee, auf die man erstmal kommen muss.

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