Social Media

Social Media ist ein immer bedeutsamer werdendes Thema. Doch warum und inwiefern ist es gerade für Gründer und Start-Ups interessant?

Soziale Netzwerke gibt es schon lange im Internet. Es gibt eine riesige Anzahl an Foren oder Communities, in denen sich die Nutzer über ein bestimmtes Thema austauschen, Gleichgesinnte suchen oder einfach nur ein gemeinsames Interesse teilen.

Neu ist allerdings, dass sich in den letzten Jahren einige Plattformen zu globalen Netzwerken mit Millionen von Usern entwickelt haben, was dazu führt, dass sich sowohl die Nutzung des Internets, als auch unsere Kommunikationskultur zu ändern beginnt. So lässt sich seit einigen Jahren beobachten, dass sich Soziale Netzwerke zu einem regelrechten Meinungsmultiplikator und Informationsmedium entwickelt haben. Die klassischen Medien werden somit abgelöst und nur noch wenige nutzen diese als Informationsquelle und Instrument zur Meinungsbildung. Wir sprechen heute von Social Media und nicht mehr von Web 2.0.

Vor einigen Wochen besuchte ich das Marketing Forum von Jägermeister. Ausschlaggebendes Thema dort war: Social Media. Das zeigt, dass für Unternehmen die Nutzung von Social Media immer bedeutender wird.

Bei Kaufentscheidungen vertrauen immer mehr Menschen der Online-Empfehlung fremder User. Durch klassische Werbung lassen sich nur noch wenige beeinflussen. Soziale Netzwerke, wie Facebook, Twitter, Xing, Blogs und Co. bieten Unternehmen somit die Möglichkeit ihre Kunden im Netz gezielt und effektiv zu erreichen. Denn der große Vorteil von Social Media ist der direkte Austausch mit der Zielgruppe. Social Media ist aber nicht nur für Großkonzerne interessant, sondern auch und vor allem für Gründer und Start-Ups. Durch den Dialog mit Kunden, Partnern und Interessenten eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten im Vertrieb und Marketing.

Um das Social Web richtig zu nutzen und einen gelungenen Start zu garantieren habe ich folgende 10 Tipps gefunden, die Gründern und Start-Ups dabei helfen.

1. Zielgruppe definieren

– Neue Kunden gewinnen?

– Kundenbeziehungen verbessern?

– Faktoren für die Community Wahl

2. Kanäle prüfen und zuhören

– Nach Wahl der Communitie(s): Accounts pflegen.

– Zuerst muss man zuhören: Trends und Tendenzen der Community auffassen.

– Fragen: Was bewegt die Community, was bewegt sie zum Kauf?

– Den Zeitaufwand richtig einschätzen und dann zu Schritt 3.

3. Kommunikationsthemen festlegen

– Festlegung der Themen, die die Community bewegen.

– Mehrwert generieren: Insider-Tipps aus der Branche liefern.

– Wer Wissen teilt, erhält Wissen zurück.

4. Themenplan generieren

– Im vornerein entscheiden wann man welche Themen kommuniziert.

– Eventuelle Marketing und PR Aktionen zeitlich abpassen.

– Hohe Wahrnehmung!

5. Direkter Dialog statt medialem Monolog

– Authentizität wahren! Werbefloskeln wirken eher negativ.

– Den offenen Dialog wagen: Kundschaft fühlt sich respektiert und das    Unternehmen erhält ein besseres Image.

– Chance direkt auf Impulse zu reagieren und die eigene Position am Markt zu verbessern.

6. Kreative Inhalte produzieren

– Content is king! Kreative Inhalte werden besser aufgenommen als die gängigen hochgestochenen Infotexte auf der Firmenhomepage.

– Interaktion ist gefragt: Wettbewerbe und Umfragen regen die Teilnahmebereitschaft an.

– Lustige und außergewöhnliche Inhalte können von der Viralität des Netzwerks profitieren.

7. Persönlichkeit verleihen

– Vorstellungen der Kommunizierenden Personen – schafft Sympathie!

– Bruch des gesichtslosen Unternehmens.

– Die Art der Statusmeldung personalisieren, nicht zu formal werden.

8. Traffic generieren

– Interessante Inhalte mit Firmen-Homepage oder Landing Page verlinken.

– Dadurch kann hoher Traffic gezielt generiert werden.

9. Dialogpartner suchen

– Experten oder Prominente Gastartikel schreiben lassen erhöht die Bekanntschaft und Wechselwirkung.

10. Ständiges Monitoring etablieren

– Mitarbeiter müssen ständig auf dem aktuellen Stand der Web-Entwicklung sein, um neue Trends zu identifizieren.

(vgl. http://www.deutsche-startups.de/?p=18308)

Fazit:

Für Unternehmen bieten Social Networks ein immenses Potenzial, fernab vom umkämpften Google Traffic, um mit Kunden, Partnern und Interessenten in Kontakt zu treten. Die Unternehmensinformation, der Rabattgutschein oder die Markenbotschaft wird dabei zielgerichtet an “Fans” und “Freunde” in einem medialen Umfeld verbreitet, in dem sich der Nutzer gerne und freiwillig aufhält.

Allerdings dient das Social Media natürlich nur dazu, die Nutzerschaft zunächst kennenzulernen und hier ein stabiles Verhältnis zu möglichst aktiven Usern aufzubauen. Idealerweise sorgen diese anschließend von alleine dafür, dass sich die unterschwellige Werbebotschaft viral verbreitet.

Meiner Meinung nach sollte die klassische Werbung von Unternehmen dennoch genutzt werden, da das Internet nicht alles ist. Jedoch können sich innovative Ideen sehr kostengünstig schnell verbreiten. Zudem erreichen Unternehmen gerade die jüngeren Zielgruppen durch Social Media.

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Kommentare zu: "Social Media" (7)

  1. anjahwr schrieb:

    Social Media wird immer wichtiger, da bin ich ganz deiner Meinung. Gerade bei Produkten, die eine junge Zielgruppe erreichen wollen, sollte Social Media auf jeden Fall im Marketingkonzept mit berücksichtigt werden. Für die Unternehmen bietet Social Media die Chance, mit einer bestimmten Zielgruppe schnell, direkt und meistens mit einem niedrigen Budget in Kontakt zu treten.
    Den Unternehmen die Social Media Kanäle als Marketing Instrument nutzen, sollte aber auch bewusst sein, dass so ihr Unternehmen öffentlich wird. Auch negative Punkte können so rasend schnell publik gemacht werden. So kann es schnell sein, dass Unternehmen ein Negativ Image bekommen, was es heißt glaubhaft zu bekämpfen. Ein Beispiel dafür wäre Nestle und Greenpace: Auf der FB Seite von Nestle, hatte Greenpeace ein Video veröffentlicht, in dem auf die Abholzung von Palmöl Plantagen hingewiesen wurde.
    Statt auf die negativen Post der User zu reagieren, ist Nestle eher aggressiv den Usern gegenüber getreten, weil man mit der Situation einfach überfordert war. Ein Fall der zeigt, dass Unternehmen auch mit negativer Kritik im Web 2.0. bedacht umgehen sollten.

    • Ich stimme Anja zu bei der Aussage, dass Social Media besonders für die Kontaktherstellung und Produktberatung für die junge und internet-aktive Kundschaft heutzutage absolut relevant als Marketing-Instrument und -strategie ist. Auch ist richtig, dass man somit in viel schnelleren – und intimeren – Kontakt mit den Verbrauchern tritt. So würden sich Informationen – sowohl positive, als auch negative – um ein vielfaches schneller im Netz verbreiten. Allerdings möchte ich hier noch zusätzlich anmerken, dass nicht durch den bewussten Einsatz von Social Media ein Unternehmen „öffentlich“ wird. Das Internet generell bietet hier mehr als genug Möglichkeiten, sich als Verbraucher mit anderen Verbrauchern über ein Produkt auszutauschen und sich dabei gegenseitig über die positiven und negativen Punkte zu beraten. Raum würden hierzu Foren, Verbraucherzentralen, u.ä. bieten.
      Ist ein sehr negativer und belastender Beitrag von einem Social Media-Nutzer eines Unternehmensprofils eingegangen, so muss, wie Anja ja auch schon richtig sagt, dieser von dem jeweiligen Unternehmen bewusst vorsichtig bearbeitet werden. Die intelligenteste Art ist, wenn das Unternehmen sich dem Problem voll und ganz stellt und versucht, durch logische Erklärungen, jegliche Beschuldigungen zu schlichten. Dabei wäre dem Unternehmen zu raten, die Probleme, die von den Nutzern und Kunden angesprochen werden, als äußerst wichtig zu nehmen und zu versuchen, diese durch Hilfestellung zu beheben. Dabei würde nicht nur der Problem-Kunde von diesem aktiven Einsatz des Unternehmens zur Problembekämpfung profitieren, sondern ebenfalls das Unternehmen selbst – und zwar sogar in noch größerem Maße! Denn wird auf ein Kundenproblem öffentlich direkt und zuvorkommend eingegangen, so sehen es automatisch viele andere Nutzer. Das würde letztendlich sehr stark zur Imageverbesserung beitragen!
      Ein sehr gutes Beispiel hierzu lieferte uns der Gastredner von der Schuberth GmbH in Herrn Piepers Sitzung. Er erzählte, wie er selbst innerhalb des Unternehmens die Social Media-Site aufbaute und für das Marketing hierzu zuständig war. Auch er bestätigte die von uns herausgestellten kritischen Punkte bei der Nutzung von dieser Art von Marketing-Tool. Er betonte und warnte ausdrücklich vor den positiven sowie negativen Konsequenzen hiervon. Er brachte das Beispiel, wenn ein Nutzer (und Kunde) plötzlich so etwas einfaches wie „So ein Scheiß-Produkt!“ auf die Site setzt und es dann eventuell Bedenken und negative Assoziationen bei den anderen Nutzern auslöst. Daraufhin ist er als Repräsentant der Schuberth GmbH auf solch einen banalen Kommentar (banal, weil Schuberth-Helme eigentlich qualitativ zu den Top-Marken gehören, aber Fehler können immer und überall unterlaufen) eingegangen und hat diesen Nutzer speziell auf seine Aussage angesprochen und gefragt, welche die genauen Probleme in Bezug auf das Produkt waren usw. Der Gastredner konnte den Kunden durch den verständnisvollen und zuvorkommenden Dialog sowie durch aktive Hilfestellung besänftigen, sodass beide am Ende gewinnen konnten – und die Schuberth GmbH eine stärkere Loyalität ihrer restlichen Social Media-Nutzer!

  2. anjahwr schrieb:

  3. norino23 schrieb:

    Ja da hast du Recht. Natürlich ist es nicht nur positiv zu sehen, aber das sind ja die wenigsten Sachen. Das Beispiel von Nestle ist sehr gut und schildert die negativ Seite sehr gut.

  4. yuliyap schrieb:

    Social Media Marketing wirkt meiner Meinung nach wie ein Katalysator auf das Image des Produkts:

    „Katalysator ist ein Stoff der die Reaktionsgeschwindigkeit einer chemischen Reaktion erhöht ohne dabei selbst verbraucht zu werden “
    Quelle:
    http://chemistry.about.com/od/chemistryglossary/a/catalystdef.htm

    Wenn das Produkt bzw. das Angebot sehr gut ist wird es sehr schnell durch Social Media bekannt werden. Wenn es aber schlecht ist verkürzt sich die Zeitspanne bis zur Verdrängung dieses Produkts vom Markt auch erheblich.
    Deswegen finde ich ist die wichtigste Frage bei der Dürchführung von Social Media Marketing:
    Wie gut ist das Produkt dahinter?

  5. anjahwr schrieb:

    @yulia…das ist immer so, dass Marketing kann noch so gut sein, wenn das Produkt bzw. alles was um das Produkt passiert, wie z.B. der Service nicht stimmt, schafft es das Produkt trotzdem nicht am Markt.

  6. SvenRipsas schrieb:

    gut geschriebener artikel – der einezug der tipps aus DS – gut! auch die kommentare inkl. video: hilfreich. aber es fehlt noch der sprung zum objektiven, wissenschaftlichen Recherchieren und kommentieren.
    Gutes Team – jetzt noch die Literatur nutzen und es wird rund!

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