Vor nicht so langer Zeit hat Fielmann den Brillenmarkt revolutioniert. Mit seinen Brillen zum Nulltarif und dem landesweiten Filialennetz lehrte der Regelbrecher die Optiker das Fürchten.

Dirk Graber der Gründer von Mister Spex Brillenonlineversand bricht die Regeln erneut und geht dabei strategisch vor.

Laut der Studie Branchenfokus-Augeoptiker 2010  hat der Brillen- und Kontaktlinsenmarkt in Deutschland 3.4 Milliarden Euro Marktvolumen. Außerdem wächst die Optikernachfrage konstant: 2010 war die Wachstumsrate 4,2 %.  Die Margen sind groß und die Zielgruppe ebenso. All diese Daten machen den Brillen- und Kontaktlinsen Markt sehr attraktiv und die neue Markteinsteiger lassen nicht auf sich Warten.

Dirk Graber setzt dabei auf die Differenzierungsstrategie.

Die anderen Internetbrillenhändler setzen auf den Billigmarkt, verkaufen Brillen für 30, 40 Euro das Stück aus Asien. Wir gehen auf Marke, wollen Fashion- und Liefestyle-orientiert sein. Das fehle der Augenoptik“, sagt Gaber.

Bei Mister Spex liegen 5000 Brillenmodelle auf Lager, von Marken wie Ray-Ban, Tom Ford oder Gucci. Die Kunden bestellen im Internet, geben ihre Stärke an, Mister Spex schickt die Werte an Glashersteller, lässt Gläser schleifen und anliefern, eingesetzt werden sie bei Mister Spex. Die Fassung kostet wie bei Fielmann oder sogar günstiger und Standardgläser gibt es umsonst. Die Lieferung erfolgt innerhalb weniger Tage.

 www.misterspex.de

 Es bleibt genug Gewinn übrig. Mister Spex hat keine Filialen also auch keine Mietkosten; der Personaleinsatz ist effizient. Der Versand ist kostenlos und es gibt eine 30-Tage Geldzurück Garantie.

Entsprechend dem Ansatz von Faltin „Gründen mit Komponenten“  hat Dirk Graber:

–        niedrige Fixkosten

–        hohe Kosteneinsparungen gegenüber etablierten Konkurrenten 

–        und arbeitet professionell, effizient, virtuell und global (Lieferungen ins Ausland sind auch möglich)

Deswegen kann man Dirk Graber als Komponist nach dem Falin Modell bezeichnen.

Prof. Dr. Arnold Weissman von der Beratungsfirma Weissman & Cie ist der Meinung, dass Mister Spex das Preisneveau der Branche signifikant nach unten ziehen wird und die Struktur des Marktes ändern wird. „ Graber entwirft sein Unternehmen methodisch wie ein Schachcomputer: sachlich, analytisch und konsequent. Es könnte der Fielmann von Morgen sein.“, sagt Prof. Dr. Weissmann. 

Quellen:

  1. Impulse das Unternehmer-Magazin, Ausgabe Dezember 2010, Seite 77.
  2. www.misterspex.de
  3. Branchenfokus Augenoptik 2010, BBE Retail Experts: http://www.markt-studie.de/studien/branchenfokus-augenoptik-2010-p-99876.html#anker0
  4. Kopf schlägt Kapital, G. Faltin, 2008 München
  5. www.weissman.de
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