In diesem Blog wurden bereits sehr viele Start-Ups vorgestellt. Eine Groß zahl von Ihnen hat sogar eine Gemeinsamkeit: Hinter Ihnen stehen oft die Investoren und Internet Start-Up Pioniere Kolja Hebenstreit, Lukasz Gadowski und die Samwer Brüder.

In diesem Post möchte ich euch die Persönlichkeiten etwas näher bringen, um einen Einblick in deren Karrieren zu gewähren.

Lukasz Gadowski

  • Studium der Wirtschaftsinformatik in Paderborn, Mannheim und Leipzig.
  • 2002 – Startschuss der Gründerkarriere.
  • Gründung: Spreadshirt (300 Mitarbeiter, Individuelle Shirts).
  • Mitbegründung StudiVZ, 2007 Verkauf an Holtzbrinck.
  • Gründung: Brands4Friends.
  • Gründung: Seed Investmentgesellschaft Team Europe Ventures.
  • Ausgezeichnet mit dem Gründerpreis und dem Internet-Unternehmer Preis.

Lukasz Gadowski konnte sich viel Geld durch den Verkauf von StudiVZ einstreichen. Damit gibt er sich nun seiner Leidenschaft hin: Dem Gründen.

Seine Investmentgesellschaft Team Europe Ventures beschäftigt sich mit dem aufspüren neuer Ideen und dem Kopieren erfolgreicher Ideen aus anderen Ländern. Die Gesellschaft fungiert mehr oder weniger als Business Angel. Mitgründer ist Kolja Hebenstreit.

Kolja Hebenstreit

  • Studium in Koblenz.
  • Online Marketing bei Spreadshirt.
  • Partner von Lukasz
  • Gründungen: u.a. brands4friends, Amiando und ebenfalls StudiVZ.

Kolja ist langjähriger Partner von Lukasz und hat die meisten Projekte mit ihm zusammen gemacht. Auch den Gründerpreis hat er zusammen mit ihm für Spreadshirt eingestrichen. Beide führen interessante Blogs zu aktuellen Start-Ups und anderen Dingen, die die Wirtschaft bewegen.

Samwer Brüder

  • Gründung amanio.de – Verkauf an eBay für 50 Millionen Euro.
  • Gründung Jamba! – Verkauf für 273 Millionen Euro.
  • Danach Gründung der Rocket GmbH – Beteiligungs-, Investment- und Gründungsgesellschaft, ähnlich der Team Venture Europe.
  • Gründung CityDeal – Verkauf an Groupon (Google wollte Groupon für 6 Milliarden Euro schlucken).
  • Aktuelles, bestes Projekt: Zalando (s. anjahwr), ebenfalls wie CityDeal ein Copycat.
  • Weitere Beteiligungen an Facebook, myHammer.de, myvideo.de, mymuesli.de

Die Samwer Brüder haben wie Lukasz und Kolja den ersten großen Wurf mit einem Copycat gemacht. Das Wissen darüber hat sich vor allem Oliver Samwer bei seinem Studium an der WHU – Otto Beisheim School of Management und einer Partneruni in Illinois erworben. Zusammen mit einem Kommilitonen hat er seine Abschlussarbeit über amerikanische Start-Ups geschrieben. Seitdem sind die Brüder ebenfalls als Business Angels tätig.

In Interviews wird immer wieder deutlich, dass die Personen die Auffassung vertreten, dass Gründen heutzutage nicht mehr viel mit Kapital, sondern mit Idee, Schaffensgeist und Mut zusammenhängt. Alle sind um die 30 Jahre alt und bereits Multimillionäre geworden. Es wird deutlich, wie schnell sich unsere Gesellschaft formen kann und dass Innovation wichtiger ist als je zuvor.

Ich finde es erstaunlich, wie schnell heute ein Unternehmen wachsen kann und seinen Gründern solchen Reichtum verschaffen kann. Der Prototyp und bekannteste ist natürlich Marc Zuckerberg mit Facebook. Nichtsdestotrotz teilen auch Kolja Hebenstreit, Lukasz Gadowski und die Samwer Brüder die klassischen Unternehmereigenschaften: Querdenken, Fantasie, Arbeitstüchtigkeit und Mut.

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Kommentare zu: "Die Start-Up Pioniere" (7)

  1. anjahwr schrieb:

    Super Post…. seit dem ich jede Woche das Web nach Themen durchsuche, stolpere ich öfters über die Namen der Samwer Brüder. Es ist einfach beeindruckend zu sehen, dass man mit einer guten Idee bzw. manchmal auch nur mit einer kopierten Idee Millionen zu machen sind, ohne wirklich viel Kapital zu investieren. Alles was man braucht, ist eine gute Idee und den Mut diese einfach umzusetzen.

  2. anjahwr schrieb:

    Hier ein paar Tipps von einem der Samwer Brüder (ich stimme zu):

    • Ich finde das Video super! Es ist schön, wie Oliver Samwer über den „Mindset“ spricht – eine innere Einstellung, die man als Unternehmer braucht und die wahrscheinlich auch jedem Unternehmer zu Grunde liegt! Sich immer auf dem Laufenden halten, was (Neu-)Gründungen angeht, durch viel Lesen, viel mit Gründern sprechen, durch Praktika etc. und beobachten, wie das Ganze bzgl. des Gründens in der realen Welt abläuft, sind die Bedingungen, um eben diesen Mindset aufzubauen.

      Ich finde das sehr hilfreiche Tips, die Oliver Samwer hier an junge „Möchte-gern-Unternehmer“ hier gibt!

  3. Ich finde, dass der Post ebenfalls sehr informativ ist bezüglich der Kern-Idee des Gründens: Mut, Ideenreichtum und Schaffenskraft.. und, ich würde noch hinzufügen, eine ordentliche Portion an Organisationstalent, ist alles, was man zum Gründen braucht! Ich finde es sehr aufbauend, wenn man real beobachten kann, dass man ohne viel Kapital sehr viel erreichen kann. Die Resource Internet eröffnet dabei einem Chancen, deren Ausmaß sich man wahrscheinlich erst gar nicht bewusst ist! Wie Herr Ripsas zum Thema Gründen immer wieder in seinen Vorlesungen betont: „Just do it!“ bzw. „Get going!“ (vgl. Video „The Art of The Start“ by Guy Kawasaki)… einfach ANFANGEN und die Türen werden sich dann im Laufe des Prozesses öffnen!

    Hier das Video zum Thema:
    Guy Kawasaki – The Art of The Start

    http://academicearth.org/lectures/get-up-and-get-going

    Drei zentrale Punkte zum erfolgreichen Entrepreneur werden in dem Video bzw. der Lecture von Guy Kawasaki erwähnt:

    1. Think Different! – Wenn man etwas Herausragendes schaffen will, muss man was komplett Neues schaffen. Nicht etwa ein etwas besseres Produkt als das Produkt, das bereits auf dem Markt existiert, sondern ein revolutionäres!

    2. Polarize People! – Man soll sich bei seiner Ideenfindung nicht fürchten, dass einige Menschengruppen das neue Produkt nicht mögen werden. Denn ein Produkt, das alle Menschen lieben, gibt es nicht! Man soll sich bewusst sein, dass das neue Produkt Menscheninteressen spalten wird. Und das ist auch okay so.

    3. Find a few Soulmates! – Um den „perfekten“ Unternehmenspartner zu finden, mit dem man etwas aufbauen kann, sucht man am Besten in seinem nahen sozialen Netzwerk (z.B. langjähriger Freund). Die enge und vertraute Bindung solch einer Partnerschaft wäre der Vorteil. Die Gefahr bei solch einem nahstehenden Partner besteht jedoch in der Ineffizienz auf der Arbeit, wenn man z.B. bei Fehlern im Unternehmen hier und da mal ein Auge zu drückt und dabei das Wesentliche vernachlässigt.

    Hier noch ein zusätzliches Video zu der Präsentation von „How do you find Soulmates?“ von Guy Kawasaki:

    http://academicearth.org/lectures/how-do-you-find-soul-mates

  4. danielmarko schrieb:

    Dein Artikel ist wirklich interessant und zeigt deutlich, dass meistens die Gründungen erfolgreich werden, von denen man es nie erwartet hätte. z.b. gibt es fast an jeder Ecke die Copyshops, welche auch t-shirts bedrucken können. Doch diese wurden mit dieser Idee nicht erfolgreich. Wenn man sich aber shirtinator oder ähnliche im Internet befindlichen Online Copyshops anschaut, haben diese eine erfolgreiche Geldquelle ins Leben gerufen. Ich wage zu behaupten, dass halt meistens es daran liegt, dass die Menschheit zu bequem ist und anstatt um die Ecke zu gehen, sie lieber dann mit ein paar Mouse-klicks zum Ziel gelangen, ohne das Haus verlassen zu müssen. Somit bin ich der Auffassung, dass in naher Zukunft nur noch Kaufhäuser als Onlineshoplager dienen werden. Anhand deiner Beispiele wird deutlich, dass heutzutage mit Onlinegründungen gutes Geld machbar ist.
    Ist eigentlich bekannt, für wieviel studiVZ verkauft wurde?

  5. danielmarko schrieb:

    Ja, gut. Kann sein, dass da 100Mio. geflossen sind. Wie aber der Spiegel auch berichtete, ist ein Teil auch wieder zurück zum Käufer gelangt, der als VC für studiVZ diente. Ich hatte mal gehört, dass am Ende für die Gründer ca. 10Mio. Euro übrig blieben.

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