In Bezug auf den Blogbeitrag vom 23.11.2010 über die Urea-Initiative werden wir hier einen Weg suchen die Preisstrategie erfolgreich zu gestalten.

https://blogstudentshwr.wordpress.com/2010/11/24/urea-initiative-bei-faltins-labor-fur-entrepreneurship/

Kern der Idee der Urea-Initiative hat Thorsten Kaim von der Teekampagne übernommen. Durch die Recherchen hat er festgestellt, dass  man einige der Wertschöpfungsstufen (z. B.Zwischenhandel) überspringen kann und dadurch das Produkt preiswerter machen kann.

Im nächsten Schritt hat Herr Kaim die Gespräche mit den Produzenten aufgenommen. Sie waren nicht alle erfolgreich da nicht jeder Produzent sich für solch kleine Nachfrager wie Gründer interessiert. Er hatte aber doch einige Produzenten gefunden, die bereit waren an ihn die Urea zu liefern und sogar die Probepackungen kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Wichtig war für Thorsten Kaim das Preis-Leistungsverhältnis der Angebote.

Nachdem Thorsten Kaim von der Qualität des gelieferten Produkts selbst überzeugt war und einen akzeptablen Preis bekommen hat, bestellte er 600 Flaschen des Urea Dusch- und Waschlotions bei dem Produzenten. Bei der Preisverhandlung kam der Produzen etwas entgegen aber es bestand fast keine Verhandlungsmacht wie bei größeren Bestellmengen.

Den Verkaufspreis für sein Produkt hat er so kalkuliert, dass

  1. Seine Kosten gedeckt werden
  2. Eine gewisse Gewinnmarge bleibt
  3. Der Preis aber so niedrig ist, dass es für Kunden doch günstiger ist bei ihm einzukaufen.

Eine Überlegung war:

Ein extravagant niedriger Preis als Strategie, die die Kunden auf die Urea-Initiative aufmerksam machen sollte.

Thorsten Kaim hat die herrschenden Preise auf dem Markt beobachtet und sich Empfehlungen eingeholt. Er hat entschieden diese Preisempfehlung zu unterschreiten und es blieb trotzdem eine verträgliche Gewinnmarge für ihn übrig.

Nach Meinung von Günter Faltin kann die Preisstrategie, bei der man den niedrigsten Preis am Markt hat ein Schlüssel zum Erfolg sein. Die kleine Marge schreckt nähmlich die Imitatoren vom Markt ab, da sie keine große Verdienstmöglichkeiten in dem Markt sehen. Wenn man umgekehrt eine hohe Marge hat dann ziehen die Nachahmer schnell nach.

Eine Schwierigkeit bei der niedrigen Marge ist dass man eine Größere Menge von Produkten verkaufen muss um rentabel zu arbeiten. Bei größeren Mengen entstehen aber auch zusätzliche Lagerkosten, die auch gedeckt sein müssen.

Fazit für heute:

Bei der Preiskalkulation muss man eine gewisse Balance zwischen dem was für den Unternehmer akzeptabel ist und dem was man dem Kunden zutrauen kann halten. In anderen Worten:  man muss all seine fixe und variable Kosten berücksichtigen, eine gewisse Marge haben dabei aber das Produkt möglichst günstig und attraktiv für Kunden machen. 

Quellen:

  1. Günter Faltins Labor für Entrepreneurship: http://labor.entrepreneurship.de/blog/category/entrepreneuriak-design/
  2. www.urea-initiative.de
  3. https://blogstudentshwr.wordpress.com/2010/11/24/urea-initiative-bei-faltins-labor-fur-entrepreneurship/
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Kommentare zu: "Preisstrategie: kleine Marge als Erfolgsschlüssel?" (5)

  1. danielmarko schrieb:

    Bei deinem Artikel wird deutlich, dass man heutzutage nicht gierig sein und ggf. kleine Ziele setzen sollte, was den Gewinn angeht. So sind Nachahmer schnell abgeschreckt. Um aber dann von der Unternehmung leben zu können, muss eine enorme Menge verkauft werden, wodurch nicht nur Lagerkosten, sondern auch noch der Aufwand größer wird. Am Ende ist es, wie bei den meisten Unternehmern die Zeit, die fehlt.

  2. yuliyap schrieb:

    Ja da hast du Recht, vielen Unternehmern fehlt die Zeit um größere Umsätze abwickeln zu können. Viele Gründungsanfänger haben außerdem ein Problem beim Delegieren was die Zeit noch mehr verknappt.

    Es fehlen oft aber auch andere Ressourcen um die Effekte der „Economies of Scale“ ausnutzen zu können, wie zum Beispiel die nötige Finanzierung, soziale Verbindungen, Fachkenntnisse.

  3. yuliyap schrieb:

    Im Gegensatz zu der Preisstrategie mit der kleinen Gewinnmarge könnte man auch die umgekehrte Strategie genauer untersuchen:

    eine große Gewinnmarge oder eine Hochpreis-Strategie.

    Was wären dann die Vor- und Nachteile?

  4. danielmarko schrieb:

    Bei der Hochpreisstrategie wird versucht, langfristig möglichst hoch angesetzte Preise zu erzielen.

    Um eine Hochpreisstrategie zu betreiben muss ein Unternehmen qualitativ hochwertige Produkte oder Exlusivität anbieten. Dabei spielt das Image des Unternehmens eine Große Rolle. Als Grund für hohe Preise könnte man die Innovationsführerschaft oder ähnlche Alleinstellungsmerkmale heranziehen.

    Außerdem ist diese Preisstrategie nur bei einer geringen Preiselastizität der Nachfrage möglich. Das heisst: die Nachfrager sollen auf Preiserhöhungen nicht sensibel reagieren und ihre Nachfrage nicht deutlich verändern.

  5. yuliyap schrieb:

    Wie Daniel finde ich auch, dass die Preiselastizität sehr wichtig für die Gestaltung des Preises ist. Wenn es möglich ist den Preis nach oben zu ziehen, ergeben sich folgende Vorteile:

    Hohe Deckungsbeiträge
    Höhere Gewinne
    Möglichkeiten der Innenfinanzierung
    Kunden Vertrauen in das Produkt mehr, wenn es teurer ist
    Es erfolgt eine Differenzierung des Produktes durch Preis.

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