subhirlog.wordpress.com

In den letzten Wochen hat uns Herr Spears eine umfangreich in die Welt des Bloggens eingeführt. Doch wie kann man Blogs gezielt als Marketinginstrument nutzen? Welche Unternehmen missbrauchen Blogs und was hat YouTube damit zu tun?

Weblogs sind schon seit langem nicht mehr nur anonyme Online-Tagebücher, sie haben sich längst zum professionellen Vermarktungs- und Marketinginstrument entwickelt. Das liegt vor allem daran, dass sie sehr kostenarm und zeitsparend sind. Außerdem ist die Reichweite bei richtiger Anwendung enorm hoch.

Corporate Blogs

Corporate Blogs, Blogs die von den Unternehmen selbst erstellt werden, ermöglichen eine direkte Kommunikation zwischen Firma und Kunden. Aber nicht nur das, Webblogs eröffnen die Möglichkeit einer umfassendere Marktbeobachtung ohne Marktforschungsinstitute einzuschalten. Es kann aktiv auf Marktveränderungen, wie z.B. Trends, reagiert werden. Auch Kundenwünsche können schnell aufgegriffen werden.

Der Kunde kann über die Corporate Blogs aktivmit den Unternehmen in Kontakt treten und seine positiven als auch negativen Erfahrungen via Comment äußern. Für den Kunden ist dies von enormer Bedeutung. Hatte der Kunde früher das Gefühl, nicht in Verbindung mit dem Unternehmen zu stehen, kann heute ein Blog das Wir-Gefühl wecken. Der Kunde bekommt das Gefühl, das seine Stimme erhört wird. Somit kann auf lange Sicht eine intensive Kundenbeziehung aufgebaut werden. Ein Blog kann für den Kunden ein Vertrauen gegenüber dem Unternehmen schaffen und langfristig zu einer Erhöhung der Umsätze führen. Ein klarer Vorteil für die Unternehmen.

Und nicht zu vergessen der Werbeeffekt: Es gibt kaum eine effektivere und kostengünstigere Werbestrategie, als einen ansprechenden, instruktiven und dynamischen Blog. Wer mehr über dieses Thema lesen will, dem empfehle ich das Buch „Blog Marketing – der neue Weg zum Kunden“ von Jeremy Wright.

Social Blogs und YouTube

Die Social Blogs sind für die Unternehmen besonders interessant. Was gibt es Besseres, als in einem Social Blog oder in einem Tutorial auf YouTube von einem zufriedenen Kundenerwähnt zu werden oder wegen einer außergewöhnlichen Aktion in aller Munde zu sein.

Besonders die Modeblogs haben es Unternehmen wie Zalando und Co. angetan. Diese werden täglich von tausenden fashionhungrigen Mädchen verfolgt. ( z.B. http://www.fashionpuppe.com/) Viele dieser Blogs haben ein starken Einfluss auf die Kaufentscheidungen der Leser. Teilweise bildet sich sogar eine Idolfunktion der Blogger heraus. Mädchen wollen so sein wie die Bloggerin und kaufen auch genau die Produkte, die in den Blogs als gut befunden werden. Gleiche Phänomene kann man bei den Beauty Videos und Tutorials auf You Tube beobachten.

http://www.youtube.com/watch?v=I9DSPcuzbCI

Bloggerin stellt Artikel vor, die sie gekauft hat

Unter den Videos wird sich ausgetauscht über die neusten Produkte und Trends. Es ist für die Unternehmen mehr als Reizvoll, Teil dieser Blogs oder Videos zu werden. Natürlich können die Unternehmen sich nicht darauf verlassen, Aufgrund der Qualität oder der Aussagekraft ihres Produktes in einem Blog genannt zu werden. Deshalb greifen viele Unternehmen zu drastischeren Mitteln. Einige Kosmetikunternehmen schickten den Bloggern einfach kleine Proben oder Geschenke, umso die Gunst dieser zu erwerben. Auch ist es beliebt, den Bloggern und Tutorials Geschenke für die Leser oder Zuschauer zur Verfügung zu stellen, die dann Verlost werden können.

http://www.youtube.com/watch?v=u_vqzj_qMwc&feature=channel

Tutorials in dem Produkte verlost werden

Natürlich kann der Nutzer so beeinflusst werden und postet eventuell wirklich positiv über das Produkt, aber es kann auch nach hinten losgehen. Viele Blogger fühlen sich bedrängt von den Unternehmen, wie das Beispiel mit den leeren Schuhkartons von Zalando zeigt. Dabei versendete Zalando an Blogger leere Schuhkartons. (vgl. http://marketing-gui.de/2010/07/27/schuh-onlineshop-zalando-mit-werbe-fail/) Diese Aktion brachte für das Unternehmen eher negative Posts.

Unternehmen sollten sich also ganz genau überlegen, ob und wie sie an die Blogger herantreten können oder sich einfach auf ihr Produkt verlassen sollten.

Fake Blogs

Natürlich verlassen sich viele Unternehmen nicht auf den Selbstläufer. Viele Unternehmen greifen auf Fake-Corperate-Blogs zurück. Fake Blogs erstellt das Unternehmen selbst, jedoch ohne als Urheber genannt zu werden.Zwei Beispiele:

Sony: http://klauseck.typepad.com/prblogger/2006/12/sony_verliert_h.html

Calvin Klein: http://klauseck.typepad.com/prblogger/2007/04/calvin_kleins_d.html

Wie viele Kampagnen unentdeckt bleiben, lässt sich schwer abschätzen: Unmöglich lässt sich ja auch nachvollziehen, wie viele Amazon-Bewertungen von Verlagsmitarbeitern stammen oder wie viele PR-Agenten aktive Wikipedia-Schreiber sind (vgl. http://www.netzwelt.de/news/75188-stealth-marketing-gefakte-netz.html)

PR Agenturen werden auch künftig großen Einfluss nehmen können. Das lässt sich auch an der sogenannten Ein-Prozent-Regelablesen. Diese soll erfahrungsgemäß die Mitarbeit im Web widerspiegeln. Laut dieser Regel, ist von 100 Nutzern die eine  Seite besuchen schafft nur einer aktiv neue Inhalte und weitere 10 werden Kommentare abgeben oder die Inhalte verändern. 89 Nutzer, also die große Mehrheit, werden die Inhalte dagegen nur konsumieren. Bei YouTube zum Beispiel werden zwar täglich mehr als 60.000 Videos hochgeladen, gleichzeitig werden aber mehr als 100 Millionen heruntergeladen. Und bei Wikipedia gehen 50 Prozent der Artikel-Änderungen auf das Konto von gerade einmal 0,7 Prozent der Nutzer. Bei der vergleichsweise kleinen Anzahl aktiver Nutzer können die PR-Unternehmen also mit relativ wenig Aufwand verhältnismäßig viel Einfluss in den Communities gewinnen. (vgl. http://www.marketing.ch/newsletter/stealth-marketing.pdf)

Advertisements

Kommentare zu: "Der Blog: Vom anonymen Online-Tagebuch zum Marketinginstrument" (3)

  1. danielmarko schrieb:

    Erst letzten Mittwoch war bei der Veranstaltung von Herrn Pieper der Online Projektleiter der Schuberth GmbH (Herr Timo Schneider) zu Gast in der Veranstaltung, wo er die verschiedenen Marketingstrategien des Unternehmens vorstellte. u.a. auch das Blogging:

    http://blog.schuberth.com/de/

    Eine sehr gute Methode, kostengünstig Werbung für neue Produkte zu machen. Was aber bei der Blog der Schuberth Helme vorteilhaft ist, dass man dort neben Neuigkeiten auch mit den Mitarbeitern schreiben kann und so schneller Probleme oder anregungen geklärt werden können, als durch teure Hotlines anderer Unternehmen.

  2. anjahwr schrieb:

    Zalando hat auch einen Mitarbeiterblog, auf denen die Mitarbeiter z.B. darüber bloggen warum sie gerne bei Zalando arbeiten. Eine mittlerweile fast klassische Art von Unternehmen, sich nach außen zu präsentieren. So kann Zalando die Stimmen der Mitarbeiter schneller hören und der Kunde fühlt sich dem Unternehmen viel näher. Auf dem Blog findet man Fotos von den Angestellten. Vielleicht hat man ja einen von ihnen mal am Telefon.

    http://blog.zalando.de/tag/mitarbeiter/

  3. anjahwr schrieb:

    hier ein kleines Video, welches ich ganz gut finde. Es geht in dem Film um das Virale Marketing: also das Marketing über Blogs oder Soziale Netzwerke:

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: