Heute meins-morgen deins: Es  geht in diesem Post nicht, wie jetzt alle Vermuten um Ebay. Ich möchte euch eine andere Plattform vorstellen, die Ebay echte Konkurrenz machen könnte. Es handelt sich um kleiderkreisel.de.

Das  Konzept von Kleiderkreisel

Kleiderkreisel ist eine kostenlose Online-Tauschbörse für Kleidung, Accessoires, Kosmetik und Selbstgemachtes. Ursprünglich kommt das Konzept aus Litauen. Ein junges Team hat das Konzept nach Deutschland geholt. In Litauen ist Kleiderkreisel unter dem Namen Manodrabuziai bekannt. Über 350.000 Mitglieder zählt die Plattform in Litauen.

In Deutschland ist das copycat Kleiderkreisel laut Hompage erst seit 2008 online und mittlerweile kreiseln 29.753 Mitglieder (Stand 5.11.2010). Bis jetzt hat Kleiderkreisel über 75.000 Artikeln ein neues Zuhause geschenkt. An diesen Zahlen kann man sehen, wie gut sich der Kleiderkreisel entwickelt.

Was unterschiedet nun aber Kleiderkreisel von seiner Konkurrenz?

Ganz klar, Kleiderkreisel ist mehr als nur ein Verkaufsportal. Das Grundprinzip von Kleiderkreisel ist das „Social Shopping“. Anders als bei herkömmlichen Verkaufsportalen wirkt der Kleiderkreisel weniger starr und anonym. Die Nutzer legen sich eigene Profile mit Fotos und kurzen Statements zu ihrer Person an. Dann stellen sie ihre Artikel ein und andere Nutzer können öffentliche Kommentare zu diesen abgeben. Wichtig ist, anders als bei Ebay können die Nutzer auch über die Preise verhandeln und der Artikel ist an keine Angebotszeit gebunden. Der Kleiderkreisel bietet auch eine Plattform für Jung-Designer, die ihre Stücke dort anbieten können. Im Gegensatz zu Ebay, spricht Kleiderkreisel stark eine jüngere Zielgruppe an.

Aber Kleiderkreisel bietet nicht nur die Möglichkeit des Kaufens, Verkaufens und Tauschens, sondern ermöglicht auch einen Austausch über das Forum. Dort findet man Fragen wie z.B. „Warum studiert man eigentlich BWL?“ oder „Wer fährt nächste Woche nach Hamburg?“.

Kleiderkreisel hat somit eine Nische zwischen den klassischen Verkaufsportalen und den sozialen Netzwerken besetzt.

Wie finanziert sich der Kleiderkreisel?

Meinen Recherchen zu Folge, finanziert sich der Kleiderkreisel ausschließlich durch die Werbung auf der Seite. Das Einstellen von Artikeln ist bei Kleiderkreisel kostenlos. Auch bei der Anmeldung entstehen keinerlei Kosten. Auch dies ist ein wichtiger Erfolgsfaktor der Plattform.

Entwicklung von Kleiderkreisel in den nächsten Jahren

Kleiderkreisel wird laut Webseite demnächst in die Schweiz und Österreich und nach England und Tschechien expandieren. Die Kleiderkreisel Gründer in Deutschland, würden Kleiderkreisel aber auch gerne weltweit sehen (vgl. http://www.zeitjung.de/MENSCHEN/artikel_detail,5599,Tauschen-verkaufen-verschenken.html). Momentan wird das Unternehmen laut BIZZ information mit einem Wert von 162.966,63 Euro (http://bizzinformation.de/www.kleiderkreisel.de) bewertet. Zum Vergleich: Der Wert von Ebay beträgt 120,67 Mio. Euro (vgl. http://bizzinformation.de/www.ebay.de).

Aber auch Ebay reagiert auf die Entwicklung am Markt gegen die Angebotsgebühren. Seit kurzem bewirbt Ebay gezielt sein kostenloses Verkaufsportal Ebay-Kleinanzeigen (früher Kijiji). Ebay bietet auch seit einiger Zeit kostenlose Angebote an bestimmten Wochenenden an.

Kritik an Kleiderkreisel

Viele User finden, dass das Angebot bei Kleiderkreisel größer ist, als die Nachfrage.

Ein anderer Negativpunkt ist der fehlende Verkäuferschutz. Die Betreiber der Seite klinken sich vollständig aus diesem Bereich aus. Zwar hat der User wie bei Ebay die Möglichkeit den Verkäufer schlecht zu bewerten, aber wenn erst einmal Geld geflossen ist, wird es für den Käufer recht schwierig. Auch die Ladezeit der Webseite wird kritisiert.  Je mehr User online sind, desto langsamer wird die Seite.

Fazit

Die Geschäftsidee von Kleiderkreisel überzeugt einfach. Kleiderkreisel motiviert zum Mitmachen. Die Kombination aus Sozialem Netzwerk und Shopping bietet dem User viel mehr Möglichkeiten.  Außerdem schließt das Unternehmen seine User bei Entscheidungen über Kleiderkreisel mit ein. Z.B. werden Mitarbeiter für die Homepage im eigenen Forum gesucht (vgl. http://www.kleiderkreisel.de/foren/neues/695-mitarbeiter-gesucht). Der Kleiderkreisel wirkt somit einfach und transparent für alle Mitglieder und vermittelt das Gefühl einer Gemeinschaft.

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Kommentare zu: "Stilvoll gegen Verschwendung…Social Shopping" (4)

  1. norino23 schrieb:

    Ich finde den Post super. Interessant geschrieben und macht richtig Lust, die Seite selbst zu besuchen. Alles wichtige ist kurz und knapp geschildert. Danke für die Vorstellung einer neuen Seite. Ich finde die Idee von Kleiderkreisel sehr gut und denke, dass sie in Zukunft Ebay tatschlich Konkurrenz machen können, jedenfalls von dem was ich gelesen habe. Allerdings habe ich persönlich von dieser Seite jetzt zum ersten Mal gehört. Das ist vielleicht ein kleiner Nachteil, dass sie an ihrer Bekanntheit arbeiten sollten in Zukunft.

  2. danielmarko schrieb:

    Ich finde die Geschäftsidee ausbaufähig. Mir war die Seite bis jetzt nicht bekannt. Ob diese Idee sich im Vergleich zu anderen Onlinehauktionshäusern wie Ebay messen kann oder wird, ist abzuwarten. In der Anfangsphase ist es schwierig, an die Kunden zu kommen, besonders werden diese durch lange Ladezeit verärgert und kein keine Sicherheit für den Käufer besteht.

  3. anjahwr schrieb:

    @norino: dankeschön…ja am Marketing muss der Kleiderkreisel auf jeden Fall noch arbeiten. Ich habe ihn erst nach 2 stunden googlen gefunden, als ich auf der Suche nach einer Ebay Alternative war. Sonst wurde der Kleiderkreisel in einigen modemagazinen wir z.b. der Glamour. Sonst ist er eher ein Insider Tipp.

    • norino23 schrieb:

      Ja, absolut! Die Idee bringt ohne gescheites Marketing nicht viel, vor allem da Ebay mit ihren Kleinanzeigen versucht Marktanteile in dem Bereich zu erlangen.
      Ich habe auch nie zuvor vom Kleiderkreisel gehört, aber die Idee eines online-Marktes für junge Designer könnte ein Trend werden. Ich denke es sind noch Investitionen nötig um Marktanteile zu erschließen.

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